7 Fähigkeiten die ein guter Jugendtrainer besitzen sollte

Gerade als Trainer in den unteren Altersklassen, musst du ein Allroundtalent sein. Wir haben 7 Fähigkeiten zusammengefasst, die neben der fachlichen Kompetenz auch noch sehr wichtig sind.

#1 Organisationsfähigkeit

Als Trainer musst du oftmals ein wahres Organisationswunder sein. Für einen Außenstehenden ist dies meist nicht so zu sehen, aber als Coach organisierst du nicht nur dein Training, sondern auch Spiele, Turniere, Auswärtsfahrten, Trainingsmaterialien, Sponsoren und vieles mehr. Das ganze wohl gemerkt neben dem Beruf und der Familie. Ein Co-Trainer, Betreuer oder zuverlässige Eltern können in diesem Punkt eine sehr entlastende Hilfe sein.

#2 soziale Kompetenz

Eine grundsätzlich wichtige Fähigkeit, wenn man viel mit Menschen arbeitet. Und das machen wir als Trainer. Wir brauchen sowohl bei den Kindern als auch bei den Eltern gute soziale Fähigkeiten. Lob, Anerkennung, Motivation und Freude sind einige soziale Fähigkeiten die man als Jugendtrainer mitbringen sollte. Doch auch die Eltern sollten nicht außer Acht gelassen werden. Ein guter Kontakt zu den Eltern, kann viel Ärger ersparen. Auch hier ist gute soziale Kompetenz gefragt.

#3 Einsatzbereitschaft

Nichts ist schlimmer ein unzuverlässiger Trainer, der seine Arbeit nur halbherzig ausführt.  Wer das Amt des Trainers übernimmt, muss sich bewusst sein, dass dies viel Zeit und Arbeit bedeutet. Demnach ist eine hohe Einsatzbereitschaft ein sehr wichtiger und großer Eckpfeiler eines guten Trainers. Diese Einsatzbereitschaft bleibt auch deinem Umfeld nicht verborgen. Zum Beispiel den Eltern deiner Spieler, bei denen du einige Pluspunkte sammeln kannst.

#4 positive Kommunikation

Auch diese Fähigkeit ist wichtig im Umgang mit Spieler und Eltern. Doch gerade bei den Kindern solltet ihr stets positiv kommunizieren. Damit ist nicht gemeint, dass ihr niemals sagen dürft was schlecht lief.  Ihr müsst nur darauf achten wie ihr es den Kindern kommuniziert.

negative Kommunikation: Jungs habt ihr Tomaten auf den Augen. Ihr schießt zehnmal aufs Tor und haut das Ding immer vorbei. Selbst ein Blinder würde das Tor besser treffen.

positive Kommunikation: Jungs wir haben super Gelegenheiten und konnten oft aufs Tor schießen. Versucht es immer weiter, konzentriert euch beim Abschluss und ihr werdet belohnt.

#5 Eigenreflexion

Eine Fähigkeit, welche oft unterschätzt wird. Gerade nach dem Training, Spiel oder Turnier sollte man kurz reflektieren wie es gelaufen ist. Dabei muss man natürlich auch kritikfähig sich selbst gegenüber sein. Es bringt nichts die Schuld auf die Kinder oder äußere Umstände zu schieben. 

Beispiel: Warum waren die Kinder heute beim Training so unkonzentriert und haben so viel herumgealbert ?

Meine Trainingsübungen waren nicht gut gewählt. Die Gruppe war zu groß und die Wartezeit zu lang. Dadurch wurde ihnen langweilig und sie machten Unsinn. Ich hätte die Gruppen lieber teilen sollen. Dann wäre die Wartezeit nicht so lang und die Wiederholungszahl für jedes Kind größer.

#6 Vermittlungskompetenz

Je nach Altersklasse muss man fähig sein, Dinge auf verschiedenste Art und Weise zu vermitteln. Bei den Kleinsten sollte man eine kindgerechte Sprache verwenden und mit keinen Fachbegriffen um sich schmeißen, da diese meistens noch nicht verstanden und somit gekonnt ignoriert werden. Bei den Bambinis beispielsweise, sollte die Fantasie stets angeregt werden. So kann man statt Team Rot und Team Gelb, die Begriffe Hase und Jäger verwenden. Damit identifizieren sich die Kinder in diesem Alter viel mehr und man merkt sofort wie die Begeisterung steigt. Am allerwichtigsten ist es jedoch einfach Spaß und Freude zu vermitteln. Und das geht nur wenn ihr es als Trainer vorlebt.

#7 Führungskompetenz

Neben der positiven Kommunikation und der Vermittlung von Spaß und Freude, darf nicht vergessen werden, das ein Team geführt werden muss. Dieses Thema betrifft wieder sowohl Spieler als auch Eltern. Kinder testen sich aus und das werden sie auch bei dir als Trainer tun. Dort heißt es stets den Punkt der Ernsthaftigkeit und Führung wiederzufinden. Ansonsten passiert es ganz schnell, das die Kinder dir auf der Nase herumtanzen, nicht hören und dich nicht ernst nehmen. Das heißt, das Disziplin, Konsequenz und Führung stets ein Begleiter deiner Arbeit mit den Kids sein sollte. Ähnlich verhält es sich bei der Führungskompetenz gegenüber den Eltern. Du bist der Trainer, du triffst die Entscheidungen und du musst diese auch vertreten. Daher ist es wichtig, von Anfang an für Spieler und Eltern Regeln aufzustellen und diese bei Verstoß konsequent zu ahnden.

Zurück

Andere Beiträge